Hopfensee von Mühlberg aus
Der Hopfensee liegt nördlich von Füssen im Ostallgäu, am gleichnamigen Stadtteil Hopfen am See. Von Mühlberg aus lässt er sich gut als eigener Ausflug einplanen, an einem Tag, an dem nicht die Königsschlösser im Vordergrund stehen, sondern Wasser, Wege und Aussicht.
Der See ist verhältnismäßig flach und gilt als einer der wärmeren Voralpenseen. Genau das macht ihn auch außerhalb der Hochsaison interessant: Er passt zu einem ruhigen halben Tag genauso wie zu einem längeren Spaziergang am Ufer. Wer in Mühlberg wohnt, hat die Schwangauer Seen direkt vor der Tür; der Hopfensee ist die kleine Erweiterung in Richtung Füssen, die einen anderen Charakter mitbringt: weniger Schlossbezug, mehr Promenade.
Fakten auf einen Blick
Hopfensee in vier Punkten
Flacher Voralpensee
Etwa 2,1 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit, mit einer maximalen Tiefe von rund 10 Metern und einer mittleren Tiefe von etwa 4,6 Metern.
„Riviera des Allgäus“
Hopfen am See trägt diesen Beinamen wegen seiner südlich anmutenden Uferpromenade.
Rundweg um den See
Der Hopfensee-Rundweg ist rund 7 Kilometer lang, weitgehend flach und damit auch für ruhige Spaziergänge geeignet.
Bergblick über das Wasser
Vom Nordufer reicht der Blick über den See zum Säuling sowie zu den Tannheimer und Ammergauer Bergen.
Promenade, Rundweg und Hintergrund
Hopfen am See gehört heute als Stadtteil zu Füssen. Der Ort wird im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, unter dem damaligen Namen „de Hophen“. Oberhalb des Sees liegt die Burgruine Hopfen, deren Anfänge in dieselbe Zeit zurückreichen und die nach archäologischen Funden zu den ältesten Steinburgen des Allgäus gezählt wird. Diese lange Siedlungsgeschichte ist im Ortsbild bis heute spürbar, ohne dass Hopfen am See dabei museal wirkt.
Der See selbst ist deutlich älter: Er entstand wie viele Voralpenseen am Ende der letzten Eiszeit, hinterlassen vom einstigen Lechtalgletscher. Mit etwa 2,1 Kilometern Länge, 1,5 Kilometern Breite und einer maximalen Tiefe von rund 10 Metern ist er kein großer See, aber gerade deshalb leicht überschaubar. Die mittlere Tiefe von etwa 4,6 Metern erklärt zugleich, warum sich das Wasser im Sommer schnell erwärmt.
Die Uferpromenade ist das Herzstück des Ortes: Sie verläuft am Nordostufer entlang und ist der Grund, warum sich der Begriff „Riviera des Allgäus“ eingebürgert hat. Cafés, Bänke und ein Strandbad reihen sich locker am Wasser. Wer den ganzen See umrunden möchte, nimmt den offiziellen Hopfensee-Rundweg von rund 7 Kilometern. Er ist kaum steigungsreich und eignet sich auch für gemächliches Gehen oder einen Tag mit Kinderwagen.
Im Sommer liegen die Wassertemperaturen üblicherweise zwischen 18 und 22 Grad und können in warmen Phasen weiter steigen. Damit zählt der Hopfensee zu den wärmeren Seen der Region, in denen Baden meist ab Ende Mai möglich ist. Wer eher die Aussicht sucht, findet sie auf dem Rundweg fast überall: über die Wasserfläche zum Säuling, zu den Tannheimer und Ammergauer Bergen. Bei klarer Sicht reicht der Blick weit in die Voralpen hinein.
Was bei der Planung hilft
Für Gäste in Mühlberg ist der Hopfensee eine gute Ergänzung zu den näher gelegenen Zielen rund um Schwangau. Er liegt jenseits von Füssen und damit nicht direkt vor der Haustür, lässt sich aber unkompliziert in einen halben oder ganzen Ausflugstag einbauen, etwa in Verbindung mit einem Bummel durch die Füssener Altstadt.
Wenn Sie es ruhig mögen, lohnen sich Vormittage oder die späteren Nachmittagsstunden. Dann ist die Promenade entspannter, und der Rundweg lässt sich in seinem eigenen Tempo gehen. So ergibt sich ein Tag, der zur Mühlberger Linie passt: nahe genug, um spontan loszufahren, und ruhig genug, um nicht das Gefühl zu haben, ein Programm abzuarbeiten.
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